Arthrose und Ihre Therapie

Arthrose ist die weltweit häufigste Gelenkerkrankung. Unter dem Begriff Arthrose versteht man den teilweisen oder vollständigen Verlust des die knöchernen Gelenkflächen überziehenden Knorpels.

 

Verschiedenste Faktoren können auslösend wirken, wie eine genetische Veranlagung, Fehl- und Überbelastungen, angeborene Defekte, vorausgegangene Unfälle und auch die Ernährung.

Folge einer Knorpelschädigung sind Schmerzen, Schwellungen, eine zunehmende Bewegungseinschränkung und damit verbundener Funktionsverlust.

 

Je nach Schweregrad teilt man die Arthrose in 4 Schweregrade ein. Im ersten Stadium kommt es zu einer Erweichung des Knorpels mit kleinen oberflächlichen Einrissen.

Im zweiten Stadium beginnt der Knochen auf die ausgedünnte Knorpelschicht mit Umbbauprozessen zu reagieren. Am Auffälligsten sind die an den Rändern gebildeten Auswüchse, die sogenannten Osteophyten. Im dritten Stadium zeigen sich tiefe Krater und bis auf den Knochen reichende Risse und das Gelenk beginnt sich zu verformen. Im vierten Stadium ist der Knorpel vollständig aufgebraucht und die zwei Gelenkparter stoßen mit den Knochen aufeinander.

 

Der abgeriebene Knorpel wirkt wie´Sand im Getriebe´, es kommt zu Entzündungen im Gelenk, hier spricht man dann von der schmerzhaften, von Rötung und Schwellung begleiteten aktivierten Arthrose. 

Grundsätzlich kann jedes Gelenk betroffen sein, häufig trifft es Hüfte, Knie, Schulter und Hände.

 

In den vergangenen Jahrzehnten wurden operative Verfahren entwickelt, die den Ersatz des geschädigten Gelenkes zum Ziel haben. Diese operative Verfahren solten jedoch für das Spätstadium der Arthrose reserviert bleiben und auch erst zum Einsatz kommen, wenn alle konservativen Therapiemaßnahmen ausgeschöpft sind.

 

Die Arthrosetherapie besteht aus 3 Säulen: Medikamentös- Nicht- Medikamentös-Operativ

 

1. Medikamentöse Therapie

Durch die Verordnung von schmerz- und entzündungshemmenden Medikamenten(Diclofenac, Voltaren, Ibuprofen) kann vorübergehend oder dauerhaft eine Verbesserung der Gelenkfunktion erreicht werden. 

 

Mikronährstoffe

Damit unsere Gelenke möglichst lange fit und schmerzfrei bleiben, müssen Sie optimal mit Mikronährstoffen versorgt werden, dies sind Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Desweiteren wichtig sind die Knorpelbausteine Glucosamin, Chondroitin, Hyaluronsäure und Kollagenhydrolysat.

 

2. Nicht medikamentöse Therapie

 

Lasertherapie

Die Lasertherapie ist eine nebenwirkungs- und schmerzfreie, dazu hocheffektive Therapie bei Arthrose. Das eingebrachte energiereiche Licht aktiviert zelluläre Stoffwechselprozesse und fördert somit den Abbau von Entzündungen und Schwellungen, wirkt schmerzstillend, zellregenierend, fördert Durchblutung und Lymphabfluß und stärkt das Immunsystem.

 

Akupunktur

Die Akupunktur wirkt schmerzstillend, gleicht muskuläre Ungleichgewichte aus, wirkt entzündungshemend und stoffwechselaktivierend, bringt damit das Gelenk in einen guten funktionellen Zustand und kann langfristig zu einer Beschwerdefreiheit führen.

 

Osteopathie

Schon- und Fehlhaltungen können mit osteopathischen Handgriffen und spezifischen Tests lokalisiert und mit entsprechenden Techniken behandelt werden. Desweiteren können Organstörungen, die Überbelastungen an Gelenken hervorrufen können, erkannt und beseitigt werden.

Die Beweglichkeit des Gelenkes und der Stoffwechsel werden verbessert und somit wird eine Beschwerde- und Schmerzlinderung hervorgerufen. 

 

Ernährung

Eine ausgewogene Ernährung hält die Stoffwechselprozesse in Gang und nährt unsere Gelenke.

Auf den Speiseplan gehört viel saisonales einheimisches Gemüse und Obst, Fisch, Kräuter und Gewürze, Fleisch in Maßen.

2 mal wöchentlich sollte Fisch gegessen werden (Hering und Makrele), pflanzliche Öle, die reich an Omega 3 Fettsäuren sind (Walnuss-Lein-Olivenöl). Viel frische Kräuter und Gewürze, da diese eine große entzündungshemmende Wirkung haben ( Kurkuma, Chili, Zimt, Ingwer, Petersilie), entzüdungshemmende Gemüse wie Zwiebel, Knoblauch, Erbsen, Brokkoli. Borreiche Gemüse wie Gurke, Rettich und Zucchini. Um die notwendige Vitaminversorgung für den Knorpel und Knochen zu sichern gehören Eier(Vit.D) und Spinat und Rosenkohl (Vit.K) auf den Speiseplan. Ebenso wichtig die Kieselsäure und Silizium, dies ist ausreichend in Kartoffeln und Haferflocken oder auch in einer guten Hühnersuppe enthalten.

 

Bewegung

Koordination, Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit sind die 4 Säulen, die bei Arthrose trainiert werden sollten. Ein gut trainierter, flexibler Muskel sendet Botenstoffe aus, der Entzündungen hemmt und schützt die Gelenke, indem er wie ein Stoßdämpfer am Auto wirkt. Die Knorpelzellen sind nicht direkt an die Blutbahn angeschlossen, nur durch Bewegung gelangen die Nährstoffe in die Gelenke, um den Knorpel zu nähren.

Wer in Bewegung bleibt ohne seine Gelenke zu stark zu belasten kann viel dafür tun das Fortschreiten der Arthrose zu verzögern.

 

Physikalische Maßnahmen

Hierzu zählen physiotherapeutische Behandlungen, Wärme- und Kältetherapie, sowie die Elektrotherapie

 

Hier finden Sie uns

Privatarztpraxis Dr. Benner

Oppenheimer Str. 47
55268 Nieder-Olm

Kontakt

Rufen Sie einfach an unter

 

+49 6136 9224477

 

oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Privatarztpraxis Dr. Benner